Sprunggelenksverstauchung Distorsion

Nach einer Sprunggelenksdistorsion klären wir in unserer Praxis in Schaan, ob eine einfache Bandverletzung oder eine höhergradige Instabilität beziehungsweise Syndesmosenverletzung vorliegt. Die Behandlung richtet sich nach Stabilität, Begleitverletzungen und sportlicher Belastung. Mehr zu unserem Schwerpunkt finden Sie unter Fuss- und Sprunggelenkchirurgie.

Was ist eine Sprunggelenksdistorsion?

Beim Umknicken des Sprunggelenks kommt es häufig zu einer Überdehnung oder einem Riss der Außenbänder. Das ist eine der häufigsten Sport- und Alltagsverletzungen.

Typische Symptome

Ursachen

Schweregrade

Grad I: Überdehnung (leichte Schmerzen, keine Instabilität)
Grad II: Teilriss (deutliche Schwellung, eingeschränkte Belastbarkeit)
Grad III: Kompletter Riss (starke Schmerzen, Instabilität)

Diagnose

Behandlung

meist konservativ

1. Akutphase:
Schutz vor weiterer Verletzung, Kompression und Hochlagerung. Kühlung kann kurzfristig zur Schmerzlinderung eingesetzt werden.

2. Stabilisierung und Belastung:
Je nach Verletzung funktionelle Stabilisierung mit Bandage oder Tape und frühzeitige, schmerzadaptierte Belastung. Eine kurze Immobilisation im Walker ist vor allem bei höhergradigen Verletzungen sinnvoll.

3. Physiotherapie:
Frühzeitige Mobilisation sowie gezieltes Kraft-, Koordinations- und Propriozeptionstraining zur Wiederherstellung der Stabilität.

4. Medikamente:
Schmerzmittel, abschwellende Salben

Operation – nur in Ausnahmefällen:

Heilungsverlauf

Vorbeugung

Häufige Fragen

Wann darf ich wieder auftreten?
Die Belastung wird möglichst früh und schmerzadaptiert gesteigert. Zeitpunkt und Hilfsmittel richten sich nach Stabilität, Schwellung, Schmerz und Begleitverletzungen.

Muss ein Bänderriss operiert werden?
Nur selten – meist ist eine konservative Behandlung erfolgreich.

Was passiert ohne Therapie?
Bei unzureichender Rehabilitation kann das Risiko für wiederholtes Umknicken und eine chronische Instabilität steigen. Langfristig können daraus auch Knorpel- und Gelenkschäden entstehen.